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Die RSG-Racing-Days fanden in diesem Jahr vom 13.- 15. Juli wieder auf dem TT-Circuit im holländischen Assen statt. Über 300 Teilnehmer nannten in den acht verschiedenen Serien. Das am Freitag veranstaltete freie Training war in allen Sitzungen restlos ausgebucht, da die Teilnehmer von der tollen Rennstrecke gar nicht genug bekommen konnten. Allein die deutschen Youngtimer, die zum ersten Mal in Assen an den Start gingen und mit annähernd 100 Startern nach Holland kamen, wollen unbedingt auch nächstes Jahr wieder bei uns fahren. Leider mussten wir feststellen, dass der Kurs wohl etwas gegen den guten alten VW Polo hat. Bei diesem - und nur bei diesem - Modell waren es 3 Fahrzeuge, die einen heftigen Überschlag hinlegten. Alle Fahrer blieben zum Glück unverletzt, jedoch konnten zwei Fahrzeuge hinterher als Totalschaden abgeschrieben werden.

Direktsprung zu den einzelnen Rennenberichten:

Samstag, 13.07.02

Rennen 1 - Youngtimer I

Rennen 2 - Youngtimer II

Rennen 3 - Youngtimer III

 

Sonntag, 14.07.02

Rennen 1 - Youngtimer I

Rennen 2 - Youngtimer II

Rennen 3 - Youngtimer III

Rennen 4 - Vodafone DTCC Lauf I

Rennen 5 - Pearle Alfa 147 Challenge

Rennen 6 - Toyota Yaris Cup

Rennen 7 - Vodafone DTCC Lauf II

Rennen 8 - Formule Ford

Rennen 9 - Vege Series

Rennen 10 - Alfa Romeo Challenge

Hier noch unser Fotoalbum mit 48 Fotos dieser RSG-Veranstaltung.

Die Rennberichte:

Youngtimer Rennen 1 - Youngtimer I (Sa.):
Das erste Rennen der Youngtimer, in dem Gruppe-1-Fahrzeuge starteten, sah Hans-Gerd Brauneiser mit seinem Ford Escort MK II auf der Pole-Position, gefolgt von Franz-Josef Heiden, Volker Schuck, Heiko Schorn und Thomas Jakoby, alle auf Ford Escort RS 2000. Bereits vor dem Start gab es Probleme beim Trainingsschnellsten der 1600er Norbert Peters, was leider damit endete, daß er das Rennen aus der Boxengasse aufnehmen mußte. Beim fliegenden Start konnte Polesetter Brauneiser seine Position behaupten. Dahinter fädelte sich das Feld gesittet ein. Brauneiser setzte sich in der ersten Runde um über eine Sekunde ab. Pechvolgel Norbert Peters machte sich aus der Box auf die Verfolgung und konnte bereits in ersten Runde 6 Plätze gut machen. Im Lauf der 24. Runde fiel Brauneiser jedoch auf die 24. Position zurück. Den Platz an der Sonne erbte Volker Schuck und setze sich dann innerhalb von 2 Runden um 5 Sekunden ab. Die einzige Dame im Feld, Claudia Fleischauer (BMW 323i) machte innerhalb der ersten Runden einige Plätze gut und kam letztendlich als Neunte ins Ziel. In der 5 Runde überschlug sich der Polo von Martick Knut und machte es nötig, daß das Safety-Car auf die Strecke ging ohne das jedoch das Rennen neutralisiert wurde. Der Auto 80 GTE von Frank Reins qualmte einige Runden bedrohlich, fuhr aber durch. Boxengssenstarter Norbert Peters pflügte sich durch 32 Wagen starke Feld und landete in der Gesamtwertung auf Platz 16 und wurde so in seiner Klasse noch Zweiter. Nach 13 Runden wurde Volker Schuck als Sieger abgewunken. Der auf Platz 2 liegende Heiden machte in der letzten Schikane noch einen Fehler, der in einem Dreher endete und so auf den Platz 6 zurück gereicht wurde. Nutznießer dieses Fehlers waren Thomas Jokoby, Helmut Eissen und Heiko Schorn.
Mehr über diese Serie im Internet unter: www.youngtimer.de

 

Youngtimer Rennen 2 - Youngtimer II (Sa.):
Beim Start wurde Polesetter Dominik an der Heiden (Porsche RSR) von BMW-Fahrer Jürgen Schilling überrascht und mußte sich vorerst mit dem zweiten Platz zufrieden geben. In der dritten Runde übernahm er jedoch den ersten Rang. Dahinter bahnte sich eine Sensation an: Norbert Engels übernahm nach Problemen von Dr. Michael Bischoff die Führung in der 2-Liter-Klasse. An der Heiden setzte sich etwas ab. Dahinter entbrannte nach 8 Runden ein sehenswerter Kampf um Platz 3, in dem der Porsche von Dr. Jochen Keils und der BMW von Heinz-Wilhelm Schäfer verwickelt waren. In der ersten Kurve verbremste sich Norbert Engels leicht, was zu einem Dreher des nachfolgenden Keils zur Folge hatte. Engels hatte somit etwa Luft, aber auch nach vorne ging nichts mehr. In den letzten 2 Runden wurde es sowohl um den ersten als auch um den dritten Platz nochmals sehr eng. An der Heiden und Engels mußten sich vehement wehren und behielten knapp die Oberhand.
Mehr über diese Serie im Internet unter: www.youngtimer.de

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Youngtimer Rennen 3 - Youngtimer III (Sa.):
Beim Rennen der schnellsten Fahrzeuge der Youngtimer teilten sich das Audi Coupe von Olaf Rost und der Porsche 911 RSR von Jürgen Schön die ersten Startreihe. Beim Start nutzte Jürgen Schön die PS seines Porsches und ging in Führung. Dahinter mußte sich der Audi gegen den bärenstarken Scirocco von Jörg Sander wehren. Ende der zweiten Runde überschlug sich der Polo von Axel Neidig in der Schikane und blieb auf dem Dach auf der Strecke liegen. Durch die Safety-Car-Phase rückte das Feld wieder zusammen. Nach einer Runde wurde das Rennen dann wieder frei gegeben. Gino Trölenberg auf Ford Escort 2000 RS konnte in der 5 Runde am Scirocco von Sander vorbei gehen. Derweil setzte sich Schön um fast 2 Sekunden pro Runde von seinem Verfolger ab. Dahinter holte der Gaststarter Wellhavsen mächtig auf und überholte Runde für Runde Fahrzeuge. Nach 8 Runden lag er bereits auf Platz 3 und übernahme 4 Runden vor Schluß die zweite Position. Für einen Angriff auf die Spitze war es jedoch zu spät. Auf den 4 Platz fuhr sich die bärenstarke CN Cobra von Robert Reinert. Optische Highlight waren mit Sicherheit die Gaststarter Andrew Riley und Eike Wellhavsen aus England, die ihre wunderschönen Jaguar D-Type, bzw. Lister-Jaguar um den Kurs prügelten. Wellhaven konnte dabei den schweren und durch profilierte Reifen benachteiligten Wagen sogar auf den sensationellen 2. Platz fahren.
Mehr über diese Serie im Internet unter: www.youngtimer.de

 

Youngtimer Rennen 1 - Youngtimer I:
Das erste Rennen am Sonntag Morgen waren die Youngtimer. Beim Start setzten sich Hans-Gerd Brauneiser und Volker Schuck ab. Die Führung wechselte in jeder Runde. Dahinter kämpften Franz-Josef Heiden und Heiko Schorn um die dritte Position. Auch hier wechselten sich beide regelmäßig als Dritter ab. Phasenweise hatte man das Gefühl, es handele sich um einen Ford-Escort-Markenpokal, so überlegen waren die Fahrzeuge aus Köln. Aufgrund der Klassenvielfalt zog sich das Feld auseinander, innerhalb der einzelnen Grüppchen wurde aber herzerfrischend gekämpft. So war der Zweikampf von Rene Guthe (Audi 50) und Willi Pürkner (Abarth A 112), die sich rundenlang Stoßstange an Stoßstange beharkten, eines der Highlights dieses Rennens. 2 Runden vor Schluß verbremste sich Brauneiser in der Schikane und kam nicht aus eigener Kraft aus dem Kiesbett. Somit war der Weg frei für Volker Schuck, vor dem nun Zweitplatzierten Jürgen Scherer, der mit Abstand die schnellste Runde des Rennens fuhr (1,2 sec. flotter als der Zweitschnellste) und sich von Startplatz 17 durchs Feld pflügte. Der erste Nicht-Escort war Helmut Eissen mit einem C-Kadett auf dem 6. Platz.
Mehr über diese Serie im Internet unter: www.youngtimer.de

 

Youngtimer Rennen 2 - Youngtimer II:
PS sind durch nichts zu ersetzen, außer durch noch mehr PS! Gemäß diesem Motto wollte sich beim Start erneut Dominik An der Heiden mit seinem Porsche 911 RSR durchsetzen. Jürgen Schilling (BMW 2800 CS) hielt allerdings dagegen und behielt auch die Oberhand. Im Laufe der ersten Runde überschlugen sich dann die Ereignisse. Erst gab es einen Motorplatzer beim Simca von Karl-Heinz Klein, was eine breite Ölspur zur Folge hatte, dann drehte sich im Zweikampfs Heinz-Wilhelm Schäfer in die Reifenstapel, konnte das Rennen als letzter aber fortsetzen. Die Rennleitung schickte, hauptsächlich wegen der Ölspur, das Safety-Car heraus. Nach einer Runde wurde die Hatz wieder freigegeben. Jürgen Schilling bleib vorerst in Führung. Norbert Engels mußte sich permanenten Angriffen von Markenkollege Dr. Michael Bischoff erwehren. In der 5 Runde war es dann soweit und Bischoff bremste Ende der Start-Ziel-Geraden Engels aus. Derweil erhöhte An der Heiden den Druck auf Spitzenreiter Schilling. Konnte jedoch keinen wirklich ersnthaften Angriff starten. Diese Zweikampfsituation nutze Bischoff und war plötzlich im Windschatten von An der Heiden. Nach einem fehlerfreien Rennen blieb Schilling letztendlich vorn und fuhr als Sieger in Ziel. Dahinter tat sich in den letzten 4 Runden nicht mehr viel.
Mehr über diese Serie im Internet unter: www.youngtimer.de

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Youngtimer Rennen 3 - Youngtimer III:
Beim letzten Rennen der Youngtimer kamen die "großen" Autos zum Einsatz. Auf den ersten vier Plätzen waren Fahrzeuge von Porsche, CN Cobra, Audi Coupe und Scirocco. Allesamt sehr PS-stark, gute 320 bis 370 PS bei den Sportwagen. Beim Start setzte sich Jürgen Schön sofort an die Spitze, und auch Christian Nowak mit der Cobra nutzte seine unbändigen PS um sich vorerst an die zweite Position zu setzen. Im Laufe der ersten Runde konnte jedoch der agilere Audi von Olaf Rost seine Handlingsvorteile ausspielen und ging an Nowak vorbei. Der Lister-Jaguar von Eike Wellhavsn arbeitete sich innerhalb von zwei Runden vom Position 12 auf den dritten Platz vor und machte sich dann auf die Verfolgung der Spitze, die bereits etwas entschwunden war und einen Vorsprung von etwa 6 Sekunden hatte. Nach einer weiteren Runde war der Audi von Rost fällig und der bärenstarke Lister-Jaguar ging vor der Schikane vorbei und war Zweiter. Nach 5 Runden steuerte Nowak die Box an für eine Stop-Go-Strafe wegen Frühstarts. Damit war er natürlich aus der Entscheidung heraus. Ende der 6. Runde war es dann soweit: Wellhavsn ging am Porsche von Schön vorbei und zog auf und davon. Dahinter zeigte Gino Trölenberg seine Klasse. Vom 9 Startplatz kommen arbeitete er sich fast unbemerkt nach vorne und machte Jagd auf Olaf Rost, der es sich auf dem 3. Platz gemütlich gemacht hatte. Der Lister-Jaguar setzte sich in den letzten Runden um etwa 1,5 Sekunden pro Runde ab und fuhr einem anscheinend nicht mehr gefährdeten Sieg entgegen. Es kam aber anders: In der letzten Runden rollte der Lister aus, da kein Gang mehr einzulegen war. Somit erbte Jürgen Schön den Sieg vor Olaf Rost und Gino Trölenberg. Nowak fuhr nach seiner Strafe mit der entsprechenden Wut im Bauch dem Feld hinterher, holte mächtig auf mußte aber zwei Runden vor Schluß mit einem technischen Problem an die Box und gab das Rennen auf.
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Dutch Touringcar Challenge Rennen 4 - Vodafone DTCC Lauf 1:
Die holländische Tourenwagenmeisterschaft litt in Assen leider etwas unter Teilnehmerschwund: Die Lexus hatten technischer Probleme, die bis zum Wochenende nicht zu lösen waren, bei einem anderen Team gab es einen familiären Trauerfall und einigen Privatfahrern ging einfach das Geld aus. Im Qualifying setze sich Duncan Huismann mit seinem 6-Zylinder-BMW knapp durch vor dem Renault-Clio von Jeroen Bleekemolen und dem zweiten Fahrzeug des BMW-Dealer-Teams von Donald Molenaar. Auf Platz vier folgte Jan-Joris Verheul (BMW), Gaby Uljee (Clio) und Patrick Andiessen (Renault Megane). Das erste Rennen war ein Sprint über 9 Runden. Den Start gewann Huismann. Sein Teamkollege Molenaar schob sich auf den zweiten Platz und konnte so den Clio von Bleekemolen abschirmen. Die Positionen waren eigentlich nach dem Start bezogen und ohne einen Fehler war an ein Überholen nicht zu denken. Ganz anders bei der BMW-Compact-Challenge: Wie bei Markenpokalen üblich wurde herzhaft Lack ausgetauscht, überholt und gekämpft. Yelmar Buurman behielt das bessere Ende für sich und konnte sich gegen Jon Kok durchsetzten. Um den dritten Platz wurde bis zur letzten Kurve gestritten. Letztendlich konnte sich Junior Strous den letzten Podestplatz sichern.

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Pearle Alfa 147 Challenge Rennen 5 - Pearl Alfa 147 Challenge:
Ein prallvolles Starterfeld präsentierte sich bei bestem Sommerwetter dem Publikum. Da das Qualifying im Regen stattfand und somit die Regenspezialisten vorn waren, konnte man ein interessantes Rennen erwarten. Und die Zuschauer wurden nicht enttäuscht. In jeder Runde gab es Positionsverschiebungen, Zweikämpfe mit und ohne Blechkontakt, harte Überholmanöver und jede Menge Action mehr. Boy Zentveldt und Sebasian Bleekemolen konnten sich um 3 Sekunden absetzen und machten den Sieg unter sich aus. Die nachfolgenden Sandor van Es, Malvin de Groot und Beren Gesman (sowie diverse andere) schenkten sich nichts und fuhren mit aller Härte, die im fairen Bereich liegt, ein Rennen, das begeisterte. Bleekemolen kam nach einigen Runden mächtig unter Druck von Sandor van Es, der sich von dem Verfolgerfeld lösen konnte. In den letzten 2 Runden waren Bleekemolen, van Es und de Groot so dicht zusammen, daß sie Stoßstange an Stoßstange auf den Geraden fuhren. Ein ersthaftes Überholen war allerdings nicht mehr möglich. Dazu waren die Fahrzeuge und Fahrer zu gleich. Bemerkenswert war die Leistung von Sandra van der Sloot, die vom 22. Startplatz auf den 13 vorfuhr.

 

Toyota Yaris Cup Rennen 6 - Toyota Yaris Cup:
Eine preiswerte Einsteigerklasse ist der Toyota Yaris-Cup. Einfache Serientechnik, garniert mit den notwendigen Sicherheitsaccessoires wie Überrollkäfig, Feuerlöscher und 4-Punkt-Gurt wird mit identischen Fahrzeugen um Punkte gefahren. Eine separate Damen-Wertung lockte immerhin 8 Fahrerinnen an. Paulien Zwart zeigte den Herren im Zeittraining schon mal, wo der Hammer hängt und belegte die zweite Startposition. Im Laufe der ersten Runde übernahm sie dann auch mal gleich die Führung. Ein Viererpaket setzte sich ab und Paulien Zwart hatte bei der Führungsarbeit keinerlei Ruhe, da Marvin Koster ständig im Windschatten hing. Im Mittelfeld wurde teilweise sehr heftig gefahren, was diverse Ausrutscher und für einige Fahrer das Aus im Kiesbett zur Folge hatte. 5 Runden vor dem Ende schloß auch Lennard Kleyn zu den beiden Führenden auf. Marvin Koster machte jedoch einen Fehler und zerstörte sich die Front seines Yaris bei einem Ausritt ins Grüne an einem Reifenstapel. Nun übernahm Kleyn die Rolle des Windschattenfahrers bei Paulien Zwart. Koster rettete noch knapp den fünften Platz mit seinem arg ondulierten Toyota. In der letzten Schikane versuchte Kleyn noch einmal an Zwart vorbei zu gehen, mußte aber zurück stecken und so gewann die schnelle Dame das Rennen.

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Dutch Touringcar Challenge Rennen 7 - Vodafone DTCC Lauf 2:
Gemäß des Zieleinlaufes des Sprints wurde die Aufstellung für das Hauptrennen vorgenommen. Duncan Huisman nutze seine Pole optimal und übernahm sofort die Spitze gefolgt von seinem Teamkollegen Donald Molenaar und Joroen Bleekemolen. Vorn setzten sich die beiden BMW langsam ab, Bleekemolen konnte nicht ganz die Pace der Führenden mitgehen. Gaby Uljee verlor einige Plätze und wurde zeitwiese bis auf den 7 Platz zurück gereicht, rempelte sich dann aber an Coes Vink und Patrick Andriessen wieder vorbei. In einem ansonsten ereignisarmen Rennen bleiben die Positionen bis zum Schluß unverändert Huismann vor Molenaar, Bleekemolen undVerheul. In der BMW-Compact-Challenge siegte Junior Strous überlegen vor Jon Kok und Peter van der Kolk.

 

Formel Ford Rennen 8 - Formule Ford:
Über zwei Jahrzehnte war die Formel-Ford DIE Nachwuchsklasse schlechthin. In Deutschland schon seit 2 Jahren in der Versenkung verschwunden erfreuen sich die kleinen Monoposto ins den Niederlanden großer Beliebtheit, was ein Feld von 23 Fahrers beweist. Pole holte sich in einem wechselhaften Zeittraining überlegen mit 1,5 Sekunden Vorsprung Jaap van Lagen, der im richtigen Moment bei abtrocknender Strecke wieder auf Slicks wechselte, vor Tom Strous (jr.). Der Polesetter konnte seinen Vorteil nutzen und setzte sich gleich in Führung. In der zweiten Runde räumte Michel Florie in der Schikane die Reifenstapel ab, was für ihn natürlich das Ende bedeutete. Van Lagen konnte sich etwas absetzten, um Platz 2 wurde aber ein sehenswertes Duell zwischen Tristan te Pas und Ton Strous geboten. Die einzige Dame im Feld, Stephanie Boden aus Belgien, hatte im Zeittraining gründlich verwachst und mußte das Rennen vom 18 Startplatz beginnen. Innerhalb der ersten 4 Runden machte sie 6 Plätze gut, fiel dann aber nach einem Fehler auf den 21. zurück. Ton Strous machte sich dann auf die Verfolgung des Führenden van Lagen und holte ihn auch relativ flott ein. Bei noch 5 zu fahrenden Runden überholte er van Lagen und setzte sich kurzfristig an die Spitze. Lange konnte er sich aber nicht dort halten, denn mit sichtlichen Problemen holte sich van Lagen die Führung zurück und konnte sich auch innerhalb einer Runde um 3,5 Sekunden absetzte. Der Drittplatzierte te Pas konnte rasch aufschließen und hing nach einer Runde im Getriebe von Strous. Der konnte aber seine zweite Position verteidigen. In der letzten Runde mußte die DMSB-Staffel noch kurz aktiv werden, als ein Fahrzeug brennend ausrollte, aber zum Glück nichts ernsthaftes passierte.

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Vege-Series Rennen 9 - VEGE Series:
Mittlerweile ist es schon fast schon Tradition, daß die holländische VEGE-Series bei den RSG-Veranstaltungen in Assen teilnimmt. So auch dieses Jahr. 13 dieser identischen Tourenwagen stellten sich dem Starter. Peter Furth und Henk de Wit in der ersten Startreihe konnten sich beim Start durchsetzten und gingen als Führende in die ersten Runde. Dicht gepackt nahm das Feld die ersten Runden in Angriff, ohne das jedoch ein ernsthafter Angriff möglich war. Die ersten acht Fahrzeuge waren grad mal 4 Sekunden auseinander. Rene Zwicker verlor dann seinen dritten Platz an Cees Langeveld. Mit zunehmender Renndauer schoben sich die ersten 5 noch enger zusammen. Henk de Wit mußte schon eine sehr extreme Kampflinie fahren, um seine Position vorerst zu behaupten. Fünf Runden vor Schluß konnte sich Furth dann etwas absetzten, dahinter hatte Henk de Wit mit Cees Langeveld zu tun, er sich durchsetzte und dann rasch den Führenden einholt. Zwei Runden vor Schluß war er formatfüllend im Rückspiegel von Furth und erhöhte den Druck. Es gab aber keine Möglichkeit mehr für ihn ein Überholmanöver anzusetzen.

 

Alfa Romeo Challenge Rennen 10 - Alfa Romeo Challenge:
Mit 31 Startern war die Alfa Romeo Challenge die am stärksten besetzte Klasse. Die im DTM-Look daherkommenden Alfas von Paul Nieuwenhuis, Bob van der Sluis und Harmen van Putten belegten die ersten drei Startplätze. Bob van der Sluis hatte es mächtig eilig, übernahm kurz nach dem Start die Führung und kaum aus der ersten Runde mit sagenhaften 9 Sekunden Vorspurng zurück. Polesetter Nieuwenhuis kann nicht besonderns gut in Schwung und war nur Dritter, machte dann aber Ernst und setzte sich an die zweite Position. Bei einem solch großen Feld sind Ausfälle vorprogrammiert. Der nach dem Start Zweitplatzierte Henk This kam an die Box und Rüdiger Förster rollte kraftlos aus. Van der Sluis hielt einen Vorsprung von 11 Sekunden überrundete bereits nach 4 Runden die ersten Fahrzeuge. Der Drittplatzierte van Putten hatte zu diesem Zeitpunkt bereits 40 (!) Sekunden Rückstand. Auch wenn vorn alles soweit klar war, so wurde sich im Mittelfeld nichts geschenkt. Viele Kampfgruppen sorgten für Spannung und Spektakel. Derweil baute Nieuwenhuis seinen Vorsprung weiter aus und kam mit über einer Minute Vorsprung von van Putten ins Ziel, weil Nieuwenhuis in der letzten Rund noch ausfiel. Nur die ersten beiden waren noch in einer Runde, der Rest des Feld mindestens einmal überrundet.

© by RSG-Hamburg,
Berichte: A. Mundt, Fotos: O. Baguhn

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