R S G - H a n s a - P o k a l - R e n n e n 2 0 0 7 - S e i t e I
Es bleibt spannend an der Tabellenspitze des Formel Renault NEC. Im zweiten Wochenendlauf auf dem TT-Circuit Assen glänzte Frank Kechele mit seinem vierten Saisonsieg. Hinter ihm auf den Plätzen zwei und drei: der Vortagessieger und Meisterschaftszweite Tobias Hegewald und Adam Christodoulou.
Nervöse Betriebsamkeit bestimmte die Startaufstellung zum zweiten Wochenendlauf des Formel Renault NEC: Ein kurzer Regenschauer und dicke Wolken trieben Fahrern und Teams unmittelbar vor dem Start die Sorgenfalten auf die Stirn. Diese verzogen sich jedoch ebenso schnell wie der Regen. Eine Bestätigung für die Teams, die sich allenthalben für profillosen Reifen entschieden hatten. Einziger Skeptiker: Pedro Nunes war auf Regenreifen ins Rennen gegangen – und stellte seinen Formel-Boliden nach einer Durchfahrtsstrafe in der Boxengasse ab. Diese hatte er – wie auch Nathan Carati antreten müssen, weil bei der Startaufstellung zu lange an ihren Fahrzeugen gearbeitet worden war.
Überaus diszipliniert waren die 29 Formel Renault-NEC-Piloten in Assen ob der wetterbedingten Verunsicherung auf die Strecke gegangen. Zwar trocknete der Kurs innerhalb der ersten Runden rasch ab, gestaltete sich bis dahin jedoch tückisch. Das bestätigte auch der Trainingsschnellste Frank Kechele, vom Team der Motorpark Academy Oschersleben, der sich stetig von seinem zunächst drängelnden Hintermann absetzen konnte: „Manchmal war es nass, manchmal trocken, daher war ich gerade in den ersten Runden sehr vorsichtig unterwegs. Als ich die Bedingungen einschätzen konnte, zog ich meine Runden und fuhr den Sieg nach Hause“, ließ er das Rennen Revue passieren.
Sein Verfolger Tobias Hegewald, der am Vortag als Laufsieger Sieger den Punkteabstand zu Kechele reduzieren konnte, hatte am Ende keine Chance mehr, an dem 20-Jährigen vorbeizuziehen. „Ich hatte einen guten Start und war schneller als Frank. Ich habe auch versucht, ihn anzugreifen. In der vierten Runde bin ich jedoch zu weit herausgetragen worden und hatte dann keine Chance mehr. Der Abstand war zu groß“, erklärte Hegewald. Glücklich über seinen Podestplatz strahlte Adam Christodoulou vom Team AKA Cobra Racing von einem Ohr zum anderen ob seiner erfolgreichen Aufholjagd. „Vor allem die ersten Runden waren ziemlich aufreibend“, erzählte er. „In der zweiten Hälfte des Rennens war es wesentlich ruhiger und ich konnte meine Position gut halten,“ so Christodoulou. Der Engländer war von Startplatz sechs auf Rang drei vorgefahren, hatte dabei auch von einem technisch bedingten Ausfall seines Landesmannes Oliver Oakes profitiert. Dem Fahrer der Motopark Academy war das Schaltgestänge gebrochen.