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Mittwoch, 28. Juli 2010, 19:26 Uhr
ADAC Procar im Rahmen der ETCC auf dem Salzburgring
Nur eine Woche nach dem Rennen im Holländischen Assen fand der folgende Lauf im Österreichischen Salzburg statt. Eine Rennstrecke umgeben von kleinen Dörfern und Bauernhöfen.
Bei meiner Ankunft am Freitag konnte ich die Strecke noch einmal im trockenen Zustand anschauen, dabei blieb es leider auch.
Zu meiner ersten Fahrt, dem Qualifying, öffnete der Himmel seine Türen und es strömte der Regen bis zum nächsten Tag.
Dies führte dazu, dass ich schon nach einigen Runden meinen ersten Boxenstop einlegen musste. Ansonsten hätte ich einen Blindflug vor mir gehabt, da meine Scheiben komplett beschlagen waren.
Für meine erste Fahrt auf dieser Strecke und unter diesen Bedingungen war die Fahrt für alle zufriedenstellend.
Mit den letzten Vorbereitungen und der Hoffnung auf einen trockenen Samstag ging nun ein erster kurzer Tag zu Ende.
Die Hoffnung auf trockenes Wetter wurde schon am nächsten Morgen im Keim erstickt. Mein erster Fußtritt fand einen Platz in der Pfütze vor unserem Zelt.
Der Samstag fing schon früh an, so hatte ich schon um acht Uhr mein Warm-Up mit einer anschließenden kurzen Pause.
Da das Wochenende im Rahmen der ETCC ausgetragen wurde lief unser Rennprogramm am Samstagvormittag ab. Bereits gegen 10 Uhr hatten wir unseren ersten Rennstart.
Wetterbedingt ging der Start hinter dem Safety-Car los. Durch einen Ausritt in ein Kiesbett zur Mitte des Rennens verlor ich zu viel Boden zum vor mir liegenden Feld und musste warten bis ich mit Hilfe eines Radladers hinausgezogen wurde.
Auch das nächste Rennen wurde wieder hinter dem Safety Car gestartet, da das Wetter nicht besser wurde.
Man kann sagen ein Wochenende das überschwemmt wurde.
Da am Samstagmittag für uns das Wochenende schon zu Ende war und wir keine trockenen Klamotten mehr hatten hatten, hieß es nach den Rennen für uns noch eine heiße Dusche genießen und dann die knapp neunstündige Heimreise antreten.
So hoffe ich doch für den nächsten Lauf auf dem Lausitzring auf trockenes Wetter und darauf beide Rennen ohne Ausritt fahren zu können.
Saskia Müller
Mittwoch, 21. Juli 2010, 23:57 Uhr
ADAC-RSG-Hansa-Pokal-Rennen Assen
„Bitte legen Sie Ihre Sicherheitsgurte an, wir werden in wenigen Minuten landen.“ Endlich, mit einer Stunde Verspätung, landete ich am Freitag um 22:00 Uhr in Amsterdam-Shipol und kam 2,5 Stunden später im Assen an.
Nach sechs Stunden Schlaf und einem guten Frühstück begann mein Rennwochenende mit einer nachgezogenen Fahrerbesprechung am Samstag um 9:30 Uhr, im Büro von Herrn Fuß. Anschließend folgte mein einziges freies Training vor dem Qualifing.
Das mir ein Training fehlte zeigten auch die ersten Zeiten zu meiner Konkurrenz aber das stoppte meinen Motivation nicht und so konnte ich mich noch im Qualifing an das Feld ranfahren.
Am nächsten Morgen war ich schneller als mein Wecker. So gab es wieder ein gutes, stärkendes Frühstück und ein ruhiges verlassen des Hotels. Da die Rennen der ADAC Procar vorgeschoben waren fiel das Warm–Up weg und wir hatten bis Mittags „freie Zeit“. Gegen halb drei hieß es dann: Sachen zusammen, Helm auf, Handschuhe an und ab in den Vorstart.
Mit dem Wetter hatten wir diesmal mehr Glück. Hat es am Samstag das halbe Qualifing über noch geregnet und getröpelt, hielt sich nun der strahlende Sonnenschein mit einer angenehmen Brise.
So ging es in die Startaufstellung. Punkt 14:00 Uhr der erste von zwei Starts an diesem Wochenende.
Ich hatte einen nicht allzu glamourösen Start, konnte aber mit dem Feld fahren. Nach einem Ausritt in den Notausgang, angeführt durch einen Verbremser, klaffte eine große Lücke zwischen mir und dem Fahrerfeld auf und in der Kürze der noch verbleibenden Renndistanz hatte ich keine Chance mehr mich ranzufahren.
So ging es erst einmal in die Reparaturpause und ich bereitete mich innerlich auf den vor mir liegenden stehenden Start vor.
Einmal, zweimal, dreimal tief durchgeatmet und dann fiel mein Blick auf die Ampelanlage. ROT…..GRÜN und Feuer. Ich legte einen guten Start hin - doch zu früh gefreut - konnte ich am Start noch drei Startreihen gutmachen, so sah ich die gelben Flaggen zu meiner rechten zu spät. Und als der Fiesta vor mir nach links auf den Rasen zog, sah ich den Grund. Der Honda von Peter Rikli ist am Start stehen geblieben. Mit einer der schnellsten und genau hinter dem Auto zog auch ich mein Auto nach links, da der Rasen meine einzigste Chance war.
Doch ein Zusammenstoß war nicht mehr zu vermeiden und so streifte ich den roten Honda mit dem rechten Vorderrad nur um Zentimeter, merkte ein leichtes ruckeln im Lenkrad und wollte grad in den zweiten Gang schalten um weiterzufahren, als das Auto stehen blieb und sich nicht mehr bewegte.
Ich betätigte den Notaus und wurde mit einem Abschlepper an die Leitplanken gezogen.
Das Ergebnis: Rad abgerochen- von Achswelle, Spurstange, eine kaputte Felge und was noch dazu gehört. Damit war das zweite Rennen für mich noch vor dem Re-Start gelaufen.
Aber Peter Rikli wie auch ich sind unversehrt geblieben, was mit das wichtigste ist.
Für das Wochenende auf der Heimstrecke der RSG Hamburg hatte ich mir eigentlich mehr vorgenommen, aber wie das Leben so spielt, ist leider das genaue Gegenteil passiert.
So werde ich in Salzburg, im Rahmen der ETCC, wieder in das Auto steigen und hoffentlich beide Rennen bis zum Ende bestreiten können.
Saskia Müller
Samstag, 12. Juni 2010, 16:19 Uhr
Hockenheimring 28.05. - 30.05.2010
Hockenheimring, die Grand Prix Strecke. Ich freute mich auf die Strecke, denn wir konnten da fahren, wo schon andere bekannte Größen gefahren sind, an der Boxenmauer lehnten oder einfach nur durch den Vorstart fuhren.
Jedoch bin ich auch diese Strecke bis Dato noch nicht selbst gefahren, von daher war ich auf die Trainingssitzungen am nächsten Morgen gespannt.
Wir starteten am Samstag mit strahlenden Sonnenschein in den Tag und ich konnte die erste Runden drehen.
Nach zwei Trainigssitzungen am Morgen folgte die lange Pause bis zum Qualifing am Nachmittag. In der Zwischenzeit schaute man sich die anderen Klassen an, versteckte sich im Schatten vor den unerlässlich warmen Sonnenstrahlen und machte erste Vorbereitungen für die Party am Abend.
Am Abend gab jeder seinen Beitrag zum guten Gelingen. Vom Essen aus der Heimat über Biertresen und Rookiebar, bishin zu einer Band oder einfach nur der eigenen guten Laune war alles dabei.
Am nächsten Morgen hieß es aber trotzalledem früh raus aus den Federn, denn das Warm-Up stand auf dem Plan.
Mit Regenreifen ging es für mich raus, denn es hatte ab den frühen Morgenstunden unablässlich genieselt und geregnet.
Aus dem Warm Up wurde aber nur ein kurzer Turn, da die Strecke schon nach ein paar Runden fast komplett abgetrocknet war.
Nun hatte ich wieder ein wenig Zeit bis zum nächsten offiziellen Termin, Autogrammstunde der ADAC Procar. Hier konnte man noch einmal über den vergangenen Abend flachsen und nebenbei ein Strahlen in so manche Kinderaugen bringen.
Dann wurde es aber wieder ernst, die Rennen standen an.
Über den Tag hatte sich das Wetter wieder aufgebessert und ich konnte beide Rennen auf Slicks fahren. Der erste Startschuss fiel um 15:05 Uhr.
Ein recht gelungener Start ließ mich gleich am Anfang einen Platz gut machen, den ich aber leider durch einen Dreher im weitern Rennverlauf einbußen musste, womit ich mir den 8. Platz erfuhr. Das zweite Rennen lief da schon etwas besser, mit dem Endergebniss Platz 6.
Mit diesem Ergebniss konnten wir dann in aller Ruhe den Heimweg antreten. Nun heißt es aber erst einmal einen Monat bis zum Rennen in Assen (NL) warten, aber auch diese Zeit wird schneller vorbei sein als man glaubt.
Saskia Müller
Montag, 24. Mai 2010, 21:55 Uhr
2. Rennen - Padborg - 08. Mai
Wie gewohnt, fuhren wir schon am Freitag nach Padborg. So hatten wir, nachdem das Auto ausgeladen war, die Reifen gestapelt waren, eine relativ ruhige Nacht.
In der Nacht fing es an zu regnen, also keine Slicks, keine Heizdecken, nur noch tanken, Regenreifen drauf und los.
Unser zweiter Mechaniker Thomas Möller war familiär verhindert und so hatte ich einen Freund von mir, Norbert, dazu eingeladen uns zu helfen.
Im Training fanden wir dann noch das richtige Regen-Set-Up für den Clio. Und so fuhr ich dann auch ins Quali.
Unser stärkster Widersacher, ein BMW M3, der Vorjahresgeamt-Sieger, musste sich uns mit einem Rückstand von 8,3 Sekunden geschlagen geben.
Mein Teamkollege ging nun auf der ersten Startposition ins Rennen. Im strömenden Regen konnte er sich schnell absetzen und einen guten Vorsprung rausfahren.
Dann eine kurze Pause... Und in den Pausen hörte es auf zu regnen.
Was tun - Slicks ? Nein, denn dunkle Wolken am Himmel sagten was anderes. Also blieben wir auf Regenreifen.
Das zweite Rennen ging wieder, dank des Teamkollegen, von der ersten Startposition los. Rollender Start, wie immer.
Vom Start weg konnte ich mir Runde um Runde auch einen guten Vorsprung herausfahren.
Dann der Schock, ab Rennmitte hörte es auf zu regnen. Jetzt hieß es die Regenreifen nicht zu vernichten. Ich wollte das Rennen zu Ende fahren und ich wollte auch gewinnen.
Durch ein gut eingeteiltes Rennen hielt ich einen ausreichenden Vorsprung bis ins Ziel.
Nach dem Zusammenrechnen beider Rennen haben wir mit 38 Sekunden Vorsprung gewonnen.
Also, beide Rennen gewonnen, dass hieß dann auch wieder den Gesamtsieg eingefahren.
Jetzt erstmal eine kleine Pause, im Juli fahren wir noch einmal testen und dann geht es auf zum dritten Rennen nach Padborg - 31. Juli.
Dazwischen gibt es noch viel zu tun bei den RSG Veranstaltungen, Rallye Betreuung, Set Ups finden, ach ja und noch einmal Kart fahren...
Kevin Puritz
Montag, 17. Mai 2010, 19:19 Uhr
ADAC-Procar - 2. Veranstaltung auf dem Sachsenring
Das zweite Rennwochenende der ADAC Procar stand auf dem Plan, auf dem Sachsenring in Oberlungwitz.
Sachsenring, egal was mir bis dahin erzählt wurde, von Berg- und Talfahrten und von „blinden“ Kurven, es ist nicht mit der Wirklichkeit zu vergleichen!
Als wir am Freitag ankamen, war das erste was ich auf der Fahrt zum Fahrerlager sah, ein Gefälle wo die Autos im freien Fall schienen. Aber dies sollte ich alles selbst in der ersten Trainingssitzung erfahren. Mein erster Gedanke im Training nach der ersten Kurve war nur – wo geht es bloß lang – denn, gleich wie „übersichtlich“ die Strecke von außen auch scheint, man sieht rein gar nichts, außer den Kurveneingang wenn er vor einem liegt.
Aber eines ist sicher, der Sachsenring mit einem Tourenwagen ist besser als jede Achterbahn.
Nach dem zweiten Training am Samstag war mir die Strecke dann schon bekannt und ich traute mich gleich mehr, was sich zum Qualifing am Nachmittag auch noch steigerte. So konnte ich am Abend den Tag in gemütlicher Teamrunde beenden.
Am Sonntag lachte die Sonne so doll wie sie konnte und bescherte uns warme Temperaturen. Nach dem Warm-Up am Morgen hieß es dann aber erst einmal warten, denn wie sollte es anders sein, waren die Rennen der ADAC Procar am Ende des Tages angesetzt.
So brachte ich den Tag damit zu die anderen Rennen anzusehen und zu den Rennkomissaren geladen zu werden, um mir meine erste Strafe abzuholen.
Aber nichts desto trotz ging ich mit Vorfreude um 15:25 Uhr in die Startaufstellung. Der erste, fliegende Start war aus Fahrersicht leider eine einzige Katastrophe.
Beim Beschleunigen auf die Gerade sah ich vorne nur die ersten Bremslichter und Staubwolken aufsteigen. Als mein Vordermann dann langsam wurde, wollte ich erst zum Überholen ansetzen, da so schnell keinerlei Flaggen auf der Strecke waren, aber Glück im Unglück, dem BMW der mich auf einmal mit seiner Schnauze anguckte, konnte ich noch ausweichen und dann sah man das Geschehen. Vier Autos kreuz und quer, von der Boxenmauer bis zu den Reifenstapeln auf der anderen Seite, verteilten sich kurz hinter dem Start über die Gerade, so das gerade noch ausgewichen werden konnte.
Das bedeutete erst einmal Rennabbruch und nach 20 Minuten Restart. In der Zwischenzeit waren die Reifen wieder kalt geworden und es hat angefangen zu nieseln. Dies führt dann kurz vor Start zu einem Dreher und somit erst einmal auf die letzte Position. Nach Rennende, konnte ich mir allerdings die achte Position sichern.
Das zweite Rennen war ein einziges Pokerspiel - Slick oder Regenreifen?!? Da auch ich kein guter Wetterfrosch bin, blieben wir auf Slicks, im nachhinein die wohl eher ungünstige Entscheidung, schon nach den ersten Runden hieß es Boxenstop und Reifenwechsel. Danach war das Feld so durchgemischt, das keiner mehr wusste, wer vorne und hinten ist. Aber ich hielt den achten Platz und konnte so wieder Punkte nach Hause fahren.
So kann ich nur hoffen, das in drei Wochen in Hockenheim nicht so ein Wetter Mischmasch ist, denn ohne ist es für alle einfacher!
Saskia Müller
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